Ernestinum mit Erasmus+ in Griechenland

Auf den Spuren jüdischen Lebens in Thessaloniki

Im März 2026 hatten wir die Möglichkeit mit dem Erasmus+-Programm nach Griechenland zu fliegen. Thema der Reise war „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Thessaloniki (Verfolgung, Widerstand, Überleben)“.

Insgesamt nahmen 17 Schüler aus sechs verschiedenen Schulen Niedersachsens an dieser Reise teil. Von unserer Schule reisten drei Schülerinnen, Lina Ina und Charlotte aus der 11GF und Frau Barking mit.

Während unseres achttägigen Aufenthalts waren wir in einem sehr zentral gelegenen Hostel am Aristoteles-Platz, wodurch wir viele Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen konnten. Insgesamt legten wir während der Woche große Strecken zu Fuß zurück. Es gab keinen Tag am dem wir weniger als 20.000 Schritte gelaufen sind.

In Thessaloniki haben wir uns intensiv mit Geschichte, Kultur und Gegenwart dieser bedeutenden Hafenstadt in Griechenland auseinandergesetzt. So wurden wir durch die Stadt, durch das byzantinische Museum und durch das archäologische Museum geführt, was uns einen Einblick in die Geschichte der Region gab.

Während der ganzen Reise stand insbesondere das jüdische Leben der Stadt im Mittelpunkt, da es in Thessaloniki vor der Besetzung durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg eine sehr große jüdische Gemeinde gab mit ca. 50000 Mitgliedern von denen 96% während des Holocausts starben. Eindrucksvoll war das Jüdische Museum Thessaloniki, das die lange Tradition und das Schicksal der jüdischen Gemeinde dokumentiert. Danach besuchten wir eine von zwei Synagogen in Thessaloniki. Vor dem Holocaust gab es noch um die 50 Synagogen in der Stadt.

Besonders bewegend war die Auseinandersetzung mit der Zeit des Holocausts: Wir erstellten zusammen mit griechischen Schülern aus einer thessalonischen SchuleBiografien von jüdischen Überlebenden aus Thessaloniki und setzten uns intensiv mit ihren Lebensgeschichten auseinander.

Neben den historischen Aspekten lernten wir auch die griechische Kultur näher kennen. Dazu gehörten Einblicke in traditionelle Tänze sowie in kulturelle Bräuche. Ein Highlight war ein gemeinsames Abendessen mit typischem griechischem Essen und Live-Musik, 

Auch Sehenswürdigkeiten kamen nicht zu kurz: So bestiegen wir den Weißer Turm, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, von dem aus wir einen beeindruckenden Blick über Thessaloniki hatten.

Insgesamt war es eine tolle Reise und wir konnten viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Außerdem konnten wir viel neue Freundschaften schließen sowohl mit den deutschen als auch den griechischen Schülern